Der Landeskunde-Blog

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Lange Nacht der Museen Heidelberg

Im badischen Land on tourPosted by Redaktion Tue, March 23, 2010 09:59:40
Es muss am Wetter gelegen haben, dass die Lange Nacht der Museen in Ludwigshafen, Heidelberg und Mannheim nicht so stark nachgefragt war wie letztes Jahr. Nach einem Bericht der RNZ fanden bei dem doch recht unappetitlichen Wetter nur etwa 20000 Besucher den Weg in Museen und Galerien - gegenüber 30000 im vergangenen Jahr.

Obs nun wirklich am Wetter lag oder an dem Angebot, mit dem die Häuser die Besucher anlockten, sei dahingestellt - Ursachenforschung ist nicht unsere Aufgabe. Das Team von Landeskunde online machte sich auf den Weg die Heidelberger Hauptstraße hoch, beginnend beim Verpackungsmuseum, genoss Jazz in der Alten Aula der Universität, warf einen Blick in die Jesuitenkirche, betrat auch zum ersten Mal die dortige Krypta und fuhr dann mit der Bergbahn zum Schloss hoch.


Video-Lichtinstallation am Friedrichsbau des Heidelberger Schlosses

Irgendwann stellte sich im Lauf des Abends aber die Frage, ob es mehr hätte sein können. Kein Mannheim, kein Ludwigshafen, wieder "nur" Heidelberg. Moschee und Synagoge hätten hochgradig interessiert, der Schlossbunker - wie Michelin sich ausdrücken würde, ein faut le voyage. Kammerorchester im Wasserturm (wirklich innen drin?), Orgelkonzert in der Christuskirche. Aber das Heidelberger Schloss ist Pflichtprogramm.

Nachgerechnet: 19 h Moschee, 19.30 h Galerie Panorama (liegt auf dem Weg zur Synagoge), 20 h Synagoge, 20.30 h Schlossbunker (nach dem Zeitungsbericht mit Anstehen), 21.30 h vielleicht ein Blick ins Schloss zu den Danazatori Palatini (eigentlich auch Pflichtprogramm), 22 h Wasserturm, 22.30 h Christuskirche (wenn da gerade mal wirklich die Orgel erklungen wäre). 23 h zurück zum Bahnhof, 23.45 h Altstadt Heidelberg. Dann hätte das Programm begonnen, mit dem die Redaktion 20.30 h am Bismarckplatz anfing und mit dem sie die folgenden vier Stunden beschäftigt war.

Die Idee, die Kulturstätten in den drei Metropolen zu vernetzen, ist großartig und seit 12 Jahren ein Erfolgsrezept. Aber die sechs Stunden zwischen 19 und 2 Uhr sind dafür zu kurz.

Halb eins am Bismarckplatz. Keine Straßenbahn mehr nach Kirchheim. Nur der Moonliner, eine halbe Stunde später (es regnete heftig), aber bei dessen Erwähnung rümpfte der Taxifahrer deutlich die Nase. Wir hätten doch besser - Nahverkehr hin, Nahverkehr her - das Auto genommen. Immerhin fuhren die Museumsbusse unverdrossen bis 2 Uhr nachts.

In Landeskunde online: Lange Nacht der Museen