Der Landeskunde-Blog

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bringt, was nicht gerade
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Beobachtungen, Notizen, Anmerkungen.

Leerbuch - Blindbuch - Paperblank

AlltagssplitterPosted by Redaktion Wed, January 14, 2009 11:36:56
Früher schickte mir meine Tante (es war nicht meine Tante, es war eine Schulfreundin meiner Mutter) oft Leerbücher, die im Verlag bei der Buchherstellung anfielen. Dann kaufte ich selbst Leerbücher, weil sie so wunderbar gebunden waren und sich als Gästebücher etc. eigneten. In der Pinakothek in München gab es Leerbücher mit dem Umschlag "Goethes Faust" oder "Katalog der Neuen Pinakothek". Sie waren einfach schön, und in dieser Hinsicht bedaure ich zutiefst, dass ich so gut wie alles am Computer schreibe und diese Bücher ungenutzt im Regal stehen. Ich mag sie trotzdem.
Jetzt aber hat auch dieses Objekt meiner Leidenschaft einen neuen Namen: Paperblank. Es muss ja alles einen englischen Namen haben. Ich möchte keine Paperblanks sammeln, ich möchte weiter meine Leerbücher im Regal stehen haben. Nutzlos und leer. Einfach nur schön.



Dies schrieb der Senior Public Relation Manager der Non-Profit & Non-Governmental Southwest Heritage Association.

Aus dem Test-Blog zum 8.1.09


Kommentiert von Blogleser Andreas Praefcke:
Im Buchhandelsdeutsch heisst so etwas übrigens Blindband (ein besonders reich bestelltes Feld für solche ist die Frankfurter Buchmesse).
Danke, lieber Andreas Praefcke, ich erinnere mich tatsächlich, dass damals auch der Name fiel. (12.1.) Wikipedia setzt als Synonym auch Umfangband ein.