Der Landeskunde-Blog

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Ostern als Schauspiel

Im badischen Land on tourPosted by Redaktion Sat, April 20, 2019 12:54:40
Spätmittelalter und frühe Neuzeit kannten sehr ausschweifende szenische Darstellungen der Passionsgeschichte und der Osterbotschaft. Einer der Kerne dieser Schauspiele ist das "Heilige Grab", das in Kirchen oft nur als Gedächtnisort, wie etwa in Gengenbach oder im Münster in Freiburg, aber durchaus auch als Rahmen für eben diese Mysterienspiele diente. Das ausschweifendste Beispiel findet sich in der ehemaligen Deutschordenskirche in Schloss Altshausen, ein sehr schönes Werk auch im Münster in Konstanz. Bei Spielen dieser Art wurde hin und wieder auch eine Christusfigur am Karfreitag ins Grab gelegt (zu welchem Zweck sie abnehm- oder abklappbare Arme hatte) und am Ostersonntag bildlich sehr eindruckvoll wieder auferstehen gelassen.
Zu diesen szenischen Darstellungen gehört auch Christus auf dem Palmesel (Beispiel aus Musée de l'Oeuvre Notre-Dame de Strasbourg der am Palmsonntag in die "Stadt" hineingezogen wurde.