Der Landeskunde-Blog

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bringt, was nicht gerade
Nachrichten-Charakter hat -
Beobachtungen, Notizen, Anmerkungen.

Maggie

Mädelsparty in HeidelbergPosted by Redaktion Wed, January 08, 2014 10:48:49

Maggie heißt eigentlich Margarita, ist 19 und kommt aus dem sonnigen Süden. Sie ist Sizilianerin aus Palermo, spricht aber besser spanisch als italienisch. Das kommt, weil ihre Familie eigentlich aus Spanien stammt. Allerdings liebt sie die Dolci aus Palermo, diese unglaublichen süßen Gebäckteilchen mit dem Geschmack nach Mandeln. Palermo ist für sie die schönste Stadt der Welt und was sie an der Stadt besonders liebt, ist die Offenheit der Kultur. Araber, Griechen, Juden, Sizilianer – ein wahres Völkergemisch. Sie hat sich sagen lassen, das sei schon zu Zeiten ihrer Ur-Ur-Großeltern so gewesen.

Als sie hörte, dass sie nach Deutschland sollte, war sie zunächst nicht begeistert, aber es ist die Heimat ihrer Vorfahren – das ist aber schon so lange her, dass sie es schon fast gar nicht mehr für wahr hält. Deutsch hat sie erst lernen müssen, aber da ihre Freundinnen französisch sprechen, klappt die Verständigung schon ganz gut.

Angefangen hat sie als PR-Beraterin einer kleinen Firma. Inzwischen fühlt sie sich wohl in Deutschland, lebt als Managerin eben derselben kleinen Firma in einem Einfamilienhaus in der Nähe von Neustadt. Wenn im Frühjahr die Mandeln blühen, fühlt sie sich fast wie zuhause im schönen Sizilien. Was sie nach wie vor in Deutschland vermisst, ist das köstliche schiacciata, das es in den Garküchen in der Altstadt von Palermo gibt: Dünnes Fladenbrot, mit einer Paste aus Oliven und Kräutern bestrichen, Büffelkäse drauf und kurz in den Backofen. Köstlich. Vielleicht wird sie einen Bäcker in Neustadt einmal beauftragen, das zu backen.

Bild: Maggie vor dem Dom in Palermo. © Marcel Kalwa - Fotolia.com



Die zweite Frau ist eine Nichte des Ehemanns der Tochter

Macht und GlaubePosted by Redaktion Wed, August 21, 2013 14:12:05
Nein, das ist für Normalsterbliche nicht zu verstehen. Auch nicht, wenn man es umgekehrt formuliert, dass also der Mann der Tochter aus erster Ehe der Onkel der zweiten Frau ist.

Es geht hier um das Netzwerk, das der lutherische Kurfürst Ludwig VI. (1539-83) aufbaut. Seine Tochter Anna Maria (* 1561) heiratete 1579 den schwedischen Herzog Karl von Södermanland. So weit, so gut. Der Kurfürst will damit, ebenso wie der 5. Sohn des (damals bereits verstorbenen) Schwedenkönigs Gustav I. Wasa, das lutherische Lager stärken – dieser in Schweden gegen die katholischen Ambitionen seines Bruders Sigismund, jener in Deutschland, vermutlich gegen die reformierten Ambitionen, die auch sein Bruder Johann Casimir teilt.

Karl IX. von Schweden (Nationalmuseum Stockholm, Wikimedia Commons). Karl IX. trägt übrigens die gleichen unförmigen Beinkleider wie Friedrich IV.

Um dieses Netzwerk zu stärken, heiratet Ludwig VI: nach dem Tod seiner ersten Frau Elisabeth von Hessen (+ 1582) im Jahr darauf noch einmal – offenbar in der Hoffnung auf ein langes Leben. Die zweite Ehe mit Anna von Ostfriesland (1562 – 1621) dauert indessen nur wenige Monate, der Kurfürst stirbt mit 44 Jahren 1583. Wer nun ist diese Anna von Ostfriesland?

Anna von Ostfriesland, bei der Eheschließung 21 Jahre alt, ist die Tochter des Herzogs Edzard und der schwedischen Königstochter Katharina Wasa, der Tochter besagten Königs Gustav I. Wasa. Damit ist sie die Nichte von dessen (fünftem) Sohn Karl, des Schwiegersohns Ludwigs VI.

Aus der zweiten Ehe Karls von Södermanland, der ab 1607 unangefochten König von Schwden war, mit Christine von Holstein-Gottorp geht Gustav II. Adolf hervor, der zwar nicht unmittelbar mit Kurpfalz verwandt, aber doch Bestandteil dieses Netzwerks war.

Das Netzwerk um Anna von Ostfriesland indessen setzt sich fort, indem die junge Witwe bereits 1585 den ehemals unter der Vormundschaft des Kurfürsten Ludwig VI. stehenden Markgrafen Ernst Friedrich von Baden heiratet. Dieser holt sich 1588 den Straßburger Baumeister Johannes Schoch in die Markgrafschaft und lässt sich an der Stelle des Klosters Gottesaue von diesem ein Jagdschloss bauen. 1599 tritt der Markgraf zum reformierten Bekenntnis über.

Über Anna Maria, des Kurfürsten Ludwig VI. Tochter, und ihrer Tochter Katharina, die den Pfalzgrafen Johann Kasimir von Kleeburg heiratet, kommt schließlich das schwedische Königtum mit Karl X., Karl XI. und Karl XII. in das Haus Pfalz-Zweibrücken – das einzige Königtum der Wittelsbacher vor 1806, das sich über mehrere Generationen vererbt. Karl X. von Schweden hat damit einerseits Ludwig VI. von der Pfalz, andererseits Gustav I. Wasa als Urgroßväter.

Ach ja, wir haben noch ein kleines Problem.

Im Wikipedia-Artikel über Anna Maria steht, sie sei kalvinistisch gewesen. Alt Tochter eines streng lutherischen Kurfürsten ist das kaum vorstellbar.
Aber in dem Artikel steht auch, es gebe kein Porträt von ihr. Ein Besuch in der Ausstellung lehrt hier ein Besseres.

Und das ganze gibts zum Nachvollziehen auf einer Stammtafel auf Landeskunde online





Hansjakob und der Antisemitismus

100 Jahre Badische HeimatPosted by Redaktion Sun, July 28, 2013 18:39:24
Wieder einmal schlug die Begriffskette zu. Bodensee-Seiten auf Landeskunde online - Hagnau - Hansjakob. Badisches Tafelsilber, der Begriff gefällt mir besser als das abgedroschene "Urgestein", mit dem seit einiger Zeit um sich geworfen wird. Im Archiv der Badischen Heimat ein Aufsatz über Hansjakob von 1937.
Schwarz auf weiß steht hier, was der damalige Vorsitzende der Hansjakob-Gesellschaft in seinem Beitrag mit "Selbst die NS-Zeit versuchte ihn zeitweilig in ihren Blut-und-Boden-Sog mit einzubeziehen"umschrieb.
Besagter Aufsatz sollte nun tatsächlich nachweisen, dass Hansjakob ein geistiger Vorkämpfer der Nazis gewesen sein soll: "Er geißelte [in seiner Flugschrift 'Der Sozialdemokrat kommt!'] die verdächtige Busenfreundschaft der Sozialdemokratie mit dem Alljudentum." Und: "Als Hauptbollwerk gegen die jüdisch-materialistische Zersetzung sah er das Landvolk mit seinen altüberlieferten Sitten und Gebräuchen an." (Mein Heimatland 24, 1937 S. 289-293)
Da war doch ein Blick in Helmut Benders "Volksschriftsteller Heinrich Hansjakob" geraten. Im Kapitel "Hansjakob und die Juden" legt der Biograf dar, dass der Schriftsteller durchaus in "zeitgemäßen" und zeittypischen Ressentiments verhaftet war, aber sich zu keinen extremen Tiraden gegen Juden schlechthin hinreißen ließ. Ganz im Gegenteil - Hansjakobs Einstellung zu "den" Juden ist differenziert und voller Respekt gegenüber der Mehrheit dieser Bevölkerungsgruppe - "normal, wenna uch in einigem schabloniert", so Bender.
Den Aufsatz über "den Sozialdemokrat", der kommt, den müsste man mal gelegentlich lesen. Dass ein Zentrumspolitiker die Sozialdemokratie angreift, darf aber auch nicht wundern.

Der Pagenturm im Heidelberger Schloss

Macht und GlaubePosted by Redaktion Fri, July 12, 2013 08:55:39
Sinnfälligster Ausdruck der Veränderungen, die um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert mit dem Heidelberger Residenzschloss der Kurfürsten von der Pfalz vorgehen, ist der Pagenturm, die Aufstockung des "Apothekerturm" genannten mittleren Festungsturms der Ostseite. Unter Kurfürst Friedrich IV. (das ist der, der von den Jesuiten und den leichtgläubigen und trunkgierigen Studenten des 19. Jahrhunderts als Saufkopf verschrieen wurde) wandelte sich das Schloss von der reichsfürstlichen Residenz des 16. zur königsgleichen Residenz des 17. Jahrhunderts.

Ausschlaggebend hierfür waren zwei Faktoren: Zum einen die Ehe des Kurfürsten mit Louise Juliane von Oranien, die einerseits die Verbindung zur royalen Statthalterfamilie der Niederlande öffnete, andererseits aber das Bewusstsein geschaffen haben dürfte, über deren Mutter Charlotte von Bourbon-Montpensier verwandtschaftlich in die höchste Schichte des europäischen Hochadels vorgestoßen zu sein. Zum anderen war da aber auch Fürst Christian von Anhalt, der eben diese "europäische" Position der Kurpfalz und ihres Kurfüsten tatkräftig förderte, um das reformierte Lager für die kommende Auseinandersetzung um konfessionelle Freiheit und um Brechung oder Fortbestand der habsburgisch-katholischen Dominanz im Reich zu stärken.

In diesem Zusammenhang, um also die Heidelberger Residenz auch im Zeremoniell "königlich" zu machen, steht die Aufstockung des Personalbestands im Schloss auf 680 Personen, steht die Aufstockung des Apothekerturms unter Friedrich IV. um drei Stockwerke, um Räume für die zusätzlichen Pagen zu bekommen. Die Renaissance-Wendeltreppe in diesem Aufbau - im oberen Teil zerstört, nur im Rahmen von Sonderführungen zu besichtigen - schwingt sich elegant um eine offene Spindel.

Das Blutbad von Wassy – der Beginn der Hugenottenkriege in Frankreich

Macht und GlaubePosted by Redaktion Wed, June 26, 2013 23:08:28

Am 1. März des Jahres 1562 versammeln sich in der kleinen Gemeinde Wassy in der Champagne etwa 5-600 Reformierte in einer Scheune zu einem Gottesdienst. Damit verstoßen sie gegen das kurz zuvor erlassene königliche Edikt (Januar-Edikt oder Edikt von St. Germaine), nach dem protestantische Gottesdienste nur außerhalb der Städte und befestigten Orte stattfinden durften.

Der Herr des Ortes Wassy, Herzog François de Guise, selbst ultrakatholisch und ein erbitterter Gegner der von der Königin Katharina de Medici eingeleiteten Toleranzpolitik, kommt mit einem Trupp bewaffneter Reiter in den Ort, hört von dem Gottesdienst und versucht, die Versammlung auseinander zu treiben. Nach seinen eigenen Angaben hätten die Protestanten ihrerseits einen Gottesdienst seiner Leute durch ihren Gesang vor der Kirche gestört.

Aus dieser Konfrontation entwickelt sich das Massaker von Wassy, das auf protestantischer Seite 31 Tote und einhundert Verletzte, nach anderen Berichten über 40 Tote und 150 Verletzte kostete.

Im Gefolge dieses Massakers fielen Protestanten weiteren Massakern, einer ersten „Bartholomäusnacht“, in Sens, Tour, im Maine und im Anjou zum Opfer.

Die Beurteilung der Historiker betrifft vor allem den zufälligen Charakter des Zwischenfalls. Wenn man auch dem Herzog de Guise keinen zielgerichteten Plan zur Vernichtung der Protestanten unterstellen kann, hat er doch die Gelegenheit genutzt, die ihm verhasste und als ketzerisch angesehene Partei einzuschüchtern. Insofern ist weniger die Gelegenheit, wohl aber das Ausmaß des Massakers zufällig. Zu dieser antiprotestantischen Haltung der de Guise kommt noch ihre Rivalität mit dem französischen Königtum, gegenüber dem sie durch die eingeleitete Toleranzpolitik an Einfluss zu verlieren glaubten.

Das Blutbad gab den Anlass zum Ersten Hugenottenkrieg in Frankreich in den Jahren 1562/63, der nach katholischer Sicht mit der Einnahme von Orléans durch die Protestanten begann. Auf hugenottischer Seite kämpften hier Antoine von Navarra und Louis de Condé, beide Mitglieder der bourbonischen Familie. Der Krieg wurde am 19. März 1563 mit dem Edikt von Amboise beendet, das die Rechte der Hugenotten bekräftigte. In den ersten der Religionskriege, die bis 1598 Frankreich erschütterten, griffen deutsche Fürsten noch nicht ein, wohl aber die englische Königin Elisabeth I., die die Protestanten finanziell unterstützte und dafür beabsichtigte, sich Le Havre abtreten zu lassen.

In Wassy wurde im 20. Jahrhundert die Scheune des Massakers von 1562 rekonstruiert (Bild: Wikimedia Commons/Ji-Elle). Allerdings muss man sich angesichts der Größe des Bauwerks fragen, wie hier 600, nach anderen Berichten bis zu 1200 Menschen zum Gottesdienst Platz fanden.

Pure Leidenschaft

Gehört - gesehen - gelesenPosted by Redaktion Wed, June 19, 2013 18:18:14

Den guten Tag mein teuerer Freund!

Wie das Leben? Ich werde zur Bekanntschaft zu Ihnen glücklich sein... Zu Mir es sehr Gut Ihre Seite auf dem Grundstuck. Ich wollte Sie wissen es ist besser!

Ich denke zu uns, wird bequem sein, wenn wir uns durch die elektronische Post umgehen werden, Ich kann Ihnen die neuen Fotografien schicken, und, grösser über mich sagen ist unmittelbar.

Sie können mir zur Adresse schreiben:

anghelapoka@gmail.com


Wahrscheinlich, im Laufe des Anfanges werde ich über mich unmittelbar sagen:

Meinen Titel Anghela. Zu mir 28 Jahre. Das, was ich einen guten Charakter, und mit mir es habe Sehr interessant. Ich hoffe zu Ihnen, soll wie, sich mit interessant zu entwickeln Ich unsere Bekanntschaft!!!

Ich suche die zweite Hälfte des Lebens, die sicheren und starken Beziehungen aufzubauen Es ist jeder Tag unsere Herze waren naher, unsere Gefühle wurden starker. Ich wei?, Es ist in dieser gro?en Welt irgendwo das Herz, das ich wahnsinnig mögen wird, Sorgen Sie sich und schützen Sie mich! Ebenso, wie eine beliebige Frau, ich die sichere Unterstützung und die Unterstützung im Menschen des Menschen suche. Der Mensch, den im Zustand gern zu haben und zu fühlen, respektiert mit der Frau, es ist für mich notwendig. Aber, ich verstehe, dass Sie als mich, aber es nur das gro?e Plus für uns mehr älterer seid. Tatsachlich der Mensch, der wei?, dass solches Leben, das das Ziel und die Lagen hat - der sicherste und wahrhafte Mensch! Was Sie in diesem Fall denken? Ich die Hoffnung habe die richtige Auswahl gemacht...

Ich denke zu uns, wird bequem sein, wenn wir uns durch die elektronische Post umgehen werden, ich kann Ihnen die neuen Fotografien schicken, und, grösser über mich sagen ist unmittelbar. Ich wünsche Ihnen den guten Abend und die angenehmste gute Nacht!

Den starkesten und leidenschaftlichen Kuss! Ihr Freund Anghela.


Jetzt mal ehrlich - wer kann DA widerstehen????

Lahr am Ende des Alten Reiches

BadischesPosted by Redaktion Wed, June 19, 2013 17:21:43

Ein paarmal kam ich nach Lahr, einem nassauingischen Städtchen, welches 700 Bürger und im ganzen ohngefähr 7000 – 8000 Seelen fasset. Es liegt am Fuße eines langen Weinbergs, der sich da endiget und nur eine kleine Meile von Mahlberg entfernt ist. So unbeträchtlich der Ort wegen seiner Größe scheinet, so ist er doch äußerst belebt und voll Gewerbe. Der größte Teil der Inwohnerschaft bestehet aus Handwerks- und Kaufleuten; es werden dort vorzüglich viele Pelzwaaren für den Landmann verfertiget und sehr weit verführet. Die Herren Gebrüder Lotzbeck haben allda ein große Tabakfabrik angelegt, wo ich eine Taue Tabakblätter, so wie sie aus Virginien ankam, gesehen habe; sie wurde in meiner Gegenwart aufgeschlagen und ein Stück von denen Blättern mittelst eines Beils mit großer Mühe heruntergeschlagen; diese sind mit langen holzenen Nägeln sehr fest zusammengepackt und gegen die Mitte der Taue waren sie ganz warm. Ein nur allein von diesen Blättern gefertigter Tabak solle wegen seiner Stärke gar nicht genießbar sein, sie werden also nur in kleinen Portionen mit anderen vermengt.

Man wirft denen Inwohnern dieses Städtchens vor und, wie ich mich selbst zu überzeugen Gelegenheit hatte, mit allem Grund, dass sie im Handel die Juden an List weit überträfen; an einem Zopfbande von 3 Ellen fehlet gewiss wenigstens ein Achtel, und an einem Pfund Zucker, Kaffee etc. ein, auch zwei Lot. Die Untertanen der Herrschaft Mahlberg haben mit ihnen sehr viel Verkehr; jene bringen Früchte und Hanf hin, und diese wissen immer dem Verkäufer wenigstens für einen großen Teil des Geldes Waaren anzuschwätzen; ein Teil des Erlöses bleibt in denen Schänken liegen und derjenige, den der Bauer mit sich nach Hause bringt. ist oft der geringste. Überdies ist Lahr immer der Zufluchtsort, aber zugleich das Verderben für jene, welche Geld aufnehmen wollen; auch hierinfalls solle sich der Lahrer Bürger in Rücksicht auf Wucher vor vielen Juden auszeichnen. Man hat mir gesagt, dass die Mahlberger Untertanen wenigstens 40.000 – 60.000 Gulden dahin schuldig seien. Nach meinen Gedanken verdiente dieser Umstand allerdings eine Untersuchung und Beherzigung vonseite der badischen Regierung und Rentkammer.

Dieser Auszug aus einem unbekannten Werk befindet sich als Kopie, vermutlich eines Drucks des 19. Jahrhunderts, in meinem Besitz. Er dürfte etwa zwischen 1774, dem Gründungsjahr der Lotzbeck’schen Tabakmanufaktur, und 1803, dem Ende der nassauischen Herrschaft, entstanden sein. Hinweise auf die Herkunft des Texts sind willkommen.

Geroldseck, Veldenz und die europäischen Adelshäuser

Kurpfälzer PerlenPosted by Redaktion Sat, June 15, 2013 23:14:23

Ich las heute in den mir übersandten „Wittelsbacher“-Magazin der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen den Eintrag zu Schloss Lauterecken, und dort besonders, dass die Veldenzer Erbtochter Anna, die „im 15. Jahrhundert durch ihre Heirat mit Herzog Stephan von Zweibrücken das Erbe der Grafen von Veldenz an die pfälzischen Wittelbacher“ brachte und „dadurch sogar zur Vorfahrin der späteren bayerischen und schwedischen Könige“ wurde.

Ich möchte hier betonen, ganz voller berechtigtem Lokalpatriotismus, dass diese Dame Anna von Veldenz einerseits die Ur-ur-ur-ur-Enkelin von Heinrich von Geroldseck, dem Sohn des „Stammvaters“ Walther von Geroldseck (+1277), andererseits die Stamm-Mutter auch der Könige von England aus dem Haus Hannover und noch einiger anderer europäischer Fürstenhäuser war. Das erklärt das Geroldsecker Wappen in der Stammtafel der britischen Monarchie.

Bild: Das Veldenzer Schloss Lauterecken (Landkreis Kusel). Wikimedia Commons/saarlandbilder.net, pejder

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