Der Landeskunde-Blog

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bringt, was nicht gerade
Nachrichten-Charakter hat -
Beobachtungen, Notizen, Anmerkungen
Er bringt zusätzliche Informationen
aus 100 Jahren Badischer Heimat.

Kurpfalz im Elsass

Badische Heimat on tourPosted by Redaktion Tue, May 06, 2014 14:17:29

Vogtei Kleeburg

Diese Vogtei, eingerahmt von den Flüssen Selzbach und Lauter, besteht aus zwei Teilen, die ihre Namen von den beiden Schlössern Kleeburg und Catharinenburg tragen.

Schloss Kleeburg ist auf einem festen Grund errichtet. Kaiser Maximilian nahm es dem Kurfürsten Philipp [1504] weg und gab es, zusammen mit den dazu gehörenden Dörfern, an Herzog Alexander von Zweibrücken.

Diese Dörfer sind Rott, Steinselz, in denen der Bischof von Speyer den Vogt setzte, Oberhofen (diese drei sind ein Lehen des Kapitels in Weißenburg), Ingolsheim, Hunsbach und Hofen.

Johann Casimir, Bruder Johanns II., des Herzogs von Zweibrücken, begann 1620 mit dem Bau des Schlosses Catharinenburg. Er nannte es nach seiner Gemahlin Katharina, der Schwester Gustav Adolfs, des Schwedenkönigs. Karl Gustav, ihr Sohn, bestieg den schwedischen Thron nach der Abdankung der Königin Christina [als Karl X.], und übergab es seinem Bruder Adolf Johann. Gustav Samuel vereinigte es wieder 1718 mit dem Herzogtum Zweibrücken.

Die Herzöge von Zweibrücken kauften im Lauf des 17. Jahrhundert nacheinander die Dörfer Birlenbach, Kefenach und einen kleinen Teil von Bremmelbach.

Histoire des dix villes: jadis libres et impériales de la préfecture de Haguenau. Selon Schöpflin. Colmar 1825. S. 220 - 224

Bilder: Kleeburg (oben), Bremmelbach (Mitte), Birlenbach (unten), alle vom S. Jakobsweg aus gesehen

Bayerische Geschichte

Badische Heimat on tourPosted by Redaktion Sat, August 20, 2011 12:51:00
"VOR RUND 500 JAHREN wurde die Junge Pfalz gegründet. Man suchte nach neuen Maßstäben und Orientierungen und hoffte, diese zukunftsweisend an die Antike anbinden zu können. Damit wurde die Renaissance auch in diesem bayerischen Fürstentum wirksam. Es wurde zu einem der Zentren der Erneuerung."
Werbetext für Neuburg an der Donau.
Das ist bayern-zentrierte Geschichtsschreibung. So als ob das Fürstentum Neuburg 1505 nur gegründet worden sei, um in einem bayerischen Fürstentum endlich die Renaissance anbrechen zu lassen.
Wie es wrklich war: Kölner Spruch von 1505

Frühlingssinfonie im Schwetzinger Schlossgarten

Badische Heimat on tourPosted by Redaktion Tue, April 06, 2010 20:02:06
Sinfonie? Ein rauschendes Orchester! Wolken von rosa Kirschblüten - jedes Jahr und doch wieder jedes Mal neu und aufregend. Genuss pur. Optischer Genuss.

Wer konnte, genoss auch anders.... mit dem Lieblingskind an der Hand oder um für das nahende Abi zu lernen

Die Bilder gibts auch bei Facebook
Und den Schlossgarten Schwetzingen bei Landeskunde online

Lange Nacht der Museen Heidelberg

Badische Heimat on tourPosted by Redaktion Tue, March 23, 2010 09:59:40
Es muss am Wetter gelegen haben, dass die Lange Nacht der Museen in Ludwigshafen, Heidelberg und Mannheim nicht so stark nachgefragt war wie letztes Jahr. Nach einem Bericht der RNZ fanden bei dem doch recht unappetitlichen Wetter nur etwa 20000 Besucher den Weg in Museen und Galerien - gegenüber 30000 im vergangenen Jahr.

Obs nun wirklich am Wetter lag oder an dem Angebot, mit dem die Häuser die Besucher anlockten, sei dahingestellt - Ursachenforschung ist nicht unsere Aufgabe. Das Team von Landeskunde online machte sich auf den Weg die Heidelberger Hauptstraße hoch, beginnend beim Verpackungsmuseum, genoss Jazz in der Alten Aula der Universität, warf einen Blick in die Jesuitenkirche, betrat auch zum ersten Mal die dortige Krypta und fuhr dann mit der Bergbahn zum Schloss hoch.


Video-Lichtinstallation am Friedrichsbau des Heidelberger Schlosses

Irgendwann stellte sich im Lauf des Abends aber die Frage, ob es mehr hätte sein können. Kein Mannheim, kein Ludwigshafen, wieder "nur" Heidelberg. Moschee und Synagoge hätten hochgradig interessiert, der Schlossbunker - wie Michelin sich ausdrücken würde, ein faut le voyage. Kammerorchester im Wasserturm (wirklich innen drin?), Orgelkonzert in der Christuskirche. Aber das Heidelberger Schloss ist Pflichtprogramm.

Nachgerechnet: 19 h Moschee, 19.30 h Galerie Panorama (liegt auf dem Weg zur Synagoge), 20 h Synagoge, 20.30 h Schlossbunker (nach dem Zeitungsbericht mit Anstehen), 21.30 h vielleicht ein Blick ins Schloss zu den Danazatori Palatini (eigentlich auch Pflichtprogramm), 22 h Wasserturm, 22.30 h Christuskirche (wenn da gerade mal wirklich die Orgel erklungen wäre). 23 h zurück zum Bahnhof, 23.45 h Altstadt Heidelberg. Dann hätte das Programm begonnen, mit dem die Redaktion 20.30 h am Bismarckplatz anfing und mit dem sie die folgenden vier Stunden beschäftigt war.

Die Idee, die Kulturstätten in den drei Metropolen zu vernetzen, ist großartig und seit 12 Jahren ein Erfolgsrezept. Aber die sechs Stunden zwischen 19 und 2 Uhr sind dafür zu kurz.

Halb eins am Bismarckplatz. Keine Straßenbahn mehr nach Kirchheim. Nur der Moonliner, eine halbe Stunde später (es regnete heftig), aber bei dessen Erwähnung rümpfte der Taxifahrer deutlich die Nase. Wir hätten doch besser - Nahverkehr hin, Nahverkehr her - das Auto genommen. Immerhin fuhren die Museumsbusse unverdrossen bis 2 Uhr nachts.

In Landeskunde online: Lange Nacht der Museen

Tanz im Schloss

Badische Heimat on tourPosted by Redaktion Sun, February 07, 2010 22:35:39
6. Februar - Stéphanie-Woche im Mannheimer Schloss

Großherzogin Stéphanie ist eine verehrte Person in Mannheim. Hier, im alten barocken Residenzschloss der pfälzischen Kurfürsten, nahm sie ab 1818 ihren Witwensitz und polierte damit das Schloss mit badischem Glanz auf. Ganz folgerichtig wurde auch der eine Flügel der Bel Etage von wenigen Jahren in ihrem Stil wieder hergestellt.

Stéphanie, geborene Beauharnais, Adoptivtochter des großen Korsen Napoleon I. und Witwe des badischen Verfassungsinitiators, starb 1860, vor 150 Jahren. Ihr zu Ehren wurde von Schlösser & Gärten eine Stéphanie-Woche ausgerichtet, mit Führungen im Schloss, mit Musik, mit Vorträgen - und auch mit einem Tanznachmittag.

Hier zeichnete das Hockenheimer Tanzensemble I Danzatori Palatini verantwortlich und präsentierte - gekonnt wie immer - Tänze der frühen Stéphanie-Zeit: Francaise en ronde, Kontratanz, Mazurke, Galoppquadrille, Ecossaise - und natürlich das immer noch gerne getanzte Menuet.

Die Videos dazu (und die Bilder im ordentlichen Anguck-Format) gibts in den nächsten Tagen im Online-Magazin der Badischen Heimat: http://magazin.badische-heimat.de


Herbst im Schlossgarten

Badische Heimat on tourPosted by Redaktion Wed, October 14, 2009 17:28:46
Der Schlossgarten neigt sich zur Winterruhe. Die Sonne schien, die Gelegenheit schien auch, und zwar günstig, aber der Wald war noch nicht bereit. Der "Goldene Oktober" lässt wohl noch ein paar Tage auf sich warten.
Bilder vom "Einfach so". Und von der Arbeit, die getan werden muss, damit der Garten auch wirklch zur Ruhe gehen kann.

Herbst im Schwarzwald

Badische Heimat on tourPosted by Redaktion Tue, September 29, 2009 18:34:30
Es war ein wunderbarer Herbsttag. So wunderbar, dass man gar nicht mehr wegwollte von dieser unglaublichen Aussicht, die sich von der Höhe der Burg Geroldseck auf dem schönberg bei Seelbach im Ortenaukreis, zwischen Schutter- und Kinzigtal bietet.



Und dass das Spital in Lahr, eine Geroldseckerstiftung von 1259, dieses Jahr sein 750jähriges Jubiläum feiert, könnte direkt ein Anreiz sein, da hin zu fahren.

Schwetzinger Schlossgarten im Mondenschein

Badische Heimat on tourPosted by Redaktion Fri, August 07, 2009 23:33:31
Den "besonderen Zauber" des Schwetzinger Schlossgartens bei Nacht zu erleben versprach eine Sonderführung zu später Vollmondstunde. Der Vollmond ging tatsächlich gerade auf, kaum hatte die Gruppe die ersten Schritte in den nachtdunklen Park hinaus getan. Schemenhaft waren die Umrisse der hohen Linden zu erahnnen, weiß schimmerte der Marmor der Skulpturen aus der Dunkelheit heraus.
Allerhand Anekdoten waren da zu hören, schaurige Geschichten von Liebesleid und Intrigen. Und schließlich wartete Pan im Gebüsch, die Flöte bereit, die nächtlichen Besucher zu verführen... oder zu erschrecken? Pan ist eben Pan.



So ganz zwischendurch lernten die Teilnehmer auch etwas von höfischem Benehmen - der Kurfürst höchst deroselbst könnte ja jeden Moment um die Ecke kommen. Reverenz, Knicks und Fächersprache, alles zur Mondscheinnachtzeit in der Verschwiegenheit des Bosketts.

Bleiben noch Wünsche offen?
Sicher, denn der Blick über den großen Weiher mit der Spiegelung des Vollmonds im Wasser muss etwas ebenso bezaubernd Romantisches haben wie der Blick vom Merkurtempel zur Moschee. Dazu ist der Garten aber einfach zu groß, als dass das in anderthalb Stunden bewältigt werden könnte. Einen Versuch wäre es vielleicht wert.

Übrigens - a propos Schwetzingen. Die Seiten über den Schlosspark befinden sich derzeit in Überarbeitung: Mehr Text, mehr Bilder auf einer Seite. Die Zahl der Benutzer eines Modems mit 28.800 Kb nimmt stetig ab.

Landeskunde online: Schlösser & Gärten > Barock > Kurpfalz > Schwetzingen

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