Der Landeskunde-Blog

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bringt, was nicht gerade
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Beobachtungen, Notizen, Anmerkungen.

Du bist kein Werwolf - Über Leben in der Pubertät

Gehört - gesehen - gelesenPosted by Redaktion Sun, April 17, 2011 22:38:53
Ein Thema, abseits von Landeskunde und kulturerbe, aber..... es geht um Probleme unserer Klientel.. unserer jetzigen oder auch unserer künftigen.

Die Pubertät ist keine schöne Zeit! Sie kann manchmal ein richtiger Fluch sein. Als Werwolf würde man sagen: Die Pubertät ist der längste Vollmond des Lebens. Der Körper verwandelt sich, das Denken verändert sich und um den ganzen die Krone aufzusetzen: Niemand bereitet einen so richtig darauf vor.

Ralph Caspers und Christine Henning sind die idealen Fluchbegleiter durch die Pubertät. In der Sendung „Du bist kein Werwolf – Über Leben in der Pubertät“ beantworten sie wichtige Fragen zu dieser Zeit voller Widersprüche und Entwicklungen.

„Du bist kein Werwolf“ ist ein Wissensmagazin für Menschen kurz vor und in der Pubertät. Die Sendung beantwortet alle Fragen rund um das Erwachsenwerden – seien sie biologischer, psychologischer oder soziologischer Natur. Alles, was Heranwachsenden unter den Nägeln brennt, hat seinen Platz in „Du bist kein Werwolf“. Grafische Beiträge erläutern dabei medizinisch-sachlich körperliche Veränderungen und Vorgänge. Außerdem gibt die Sendung Handlungsanweisungen für Fragen, die Jugendliche in der Pubertät beschäftigen und zeigt exemplarisch Themen und Probleme des Erwachsenwerdens.

Die Sendung klärt auf und bietet eine Orientierungshilfe beim Erwachsenwerden – für Jugendliche und Eltern gleichermaßen. Christine Henning und Ralph Caspers beantworten auch die heikelsten Fragen so, dass es nicht peinlich ist - ganz direkt und natürlich.

Redaktion: Manuela Kalupke, WDR
Sendetermine: 18., 19., 20., 21., 25., 26. und 27. April 2011, jeweils 20:30 Uhr, KIKA

Inhalte Werwolf-Folgen

Montag, 18.04.2011
Mein Körper: Plötzliches Haarwachstum
Anleitungen: Wie kann man eine ungewollte Erektion vermeiden/verstecken?
Selbstversuch: Einen Tag lang nur lächeln (Alicia, 14 Jahre)
Problemlöser Wolfman: Recht auf Privatsphäre
Couchgeflüster: Nadine (14) und Marcel (16), seit 2 Monaten ein Paar

Dienstag, 19.04.2011
Mein Körper: Was ist das Jungfernhäutchen?
Anleitungen: Welche Verhütungsmethoden gibt es?
Selbstversuch: Trau dich heute mal was (Patrick, 16 Jahre)
Problemlöser Wolfman: Warum soll man treu sein?
Couchgeflüster: Louisa (15) und Dustin (18), seit 5 Monaten ein Paar

Mittwoch, 20.04.2011
Mein Körper: Wie entsteht ein Pickel?
Anleitungen: Wie rasiert man sich richtig?
Selbstversuch: Einen neuen Kleidungsstil ausprobieren, zur Auswahl stehen Spießerin, Hiphop und Gothic (Charlotta, 17 Jahre)
Problemlöser Wolfman: Cyber-Mobbing
Couchgeflüster: Marie (17) und Alessandro (18), seit 5 Monaten ein Paar

Donnerstag, 21.04.2011
Mein Körper: Was ist der Stimmbruch?
Anleitungen: Wie sagt man jemandem, dass man mit ihm zusammen sein will?
Selbstversuch: Mittag-/Abendessen für die Familie kochen (Montell, 14 Jahre)
Problemlöser Wolfman: Wie lange darf ich abends wegbleiben?
Couchgeflüster: Anja (15) und Sascha (19), seit 8 Monaten ein Paar

Montag, 25.04.2011
Mein Körper: Wie entsteht ein Knutschfleck?
Anleitungen: Wie bereitet man eine Party vor?
Selbstversuch: Iss heute nur Dinge, die du noch nie gegessen hast (Ann-Katrin, 14 Jahre)
WDR MKa 08-02-2011
Problemlöser Wolfman: Mein bester Freund hat eine Freundin und keine Zeit mehr für mich
Couchgeflüster: Laura (16) und Sonja (18), seit 3 Monaten ein Paar

Dienstag, 26.04.2011
Mein Körper: Wofür ist die Vorhaut gut?
Anleitungen: Wie macht man am besten Schluss?
Selbstversuch: Setz dich heute für arme Menschen ein (Anna, 15 Jahre)
Problemlöser Wolfman: Ich will ein Tattoo, meine Mutter erlaubt es aber nicht
Couchgeflüster: Jana (13) und Niklas (15), seit 3 Monaten ein Paar

Mittwoch, 27.04.2011
Mein Körper: Was passiert während der Periode?
Anleitungen: Wie verhält man sich, wenn man das erste Mal auf die Eltern der Freundin trifft?
Selbstversuch: Bringe einem älteren Menschen etwas am Computer bei (Nils, 14 Jahre)
Problemlöser Wolfman: Ich will die Pille, aber nicht mit meinen Eltern darüber reden
Couchgeflüster: Aline (16) und Hendrik (16), seit fast 2 Jahren ein Paar

© WDR

Heimat in Zeiten der Gaskammern

Gehört - gesehen - gelesenPosted by Redaktion Tue, April 05, 2011 09:05:34

"Es ist diese große Hoffnung, die Leute ohne ein Murren in die Gaskammern gehen lässt, sie davon abhält, einen Aufstand zu wagen, sie in einer tauben Untätigkeit erlahmen lässt. Es ist die Hoffnung, die Familienbande zerstört, Mütter auf ihre Kinder verzichten, Frauen ihre Körper für Brot verkaufen lässt oder Männer zum Töten bringt. Es ist Hoffnung, die den Menschen dazu zwingt, an einem weiteren Tag des Lebens festzuhalten, weil dieser Tag der Tag der Befreiung sein kann. Ah, und nicht einmal die Hoffnung auf eine andere, bessere Welt, sondern einfach auf das Leben, ein Leben des Friedens und der Ruhe. Nie vorher in der Geschichte der Menschheit war die Hoffnung stärker als der Mensch, aber sie hat auch nie soviel Schmerz zugefügt, wie in diesem Krieg in diesem Konzentrationslager. Es wurde uns nie beigebracht, wie man Hoffnung aufgibt, und das ist der Grund, warum heute wir in den Gaskammern zugrunde gehen. "

Aus: Tadeusz Borowski, Barbara Vedder "Hier entlang zum Gas, meine Damen und Herren"

Aus dem Englischen übersetzter Beitrag der Gedenkstätte und Museum Auschwitz auf Facebook. Hier gepostet, weil es Zeit ist, was ich spende, etwas von dem kostbaren und eigenen, was ich habe.


Karneval, Fasnacht, Fasching oder was?

Gehört - gesehen - gelesenPosted by Redaktion Mon, February 21, 2011 10:34:31
Karrneval, Fasching, Fasnacht, Fastnacht, Fasnet - die Begriffe sind so vielfältig wie die Narretei im Land. Allerdings gehen im Zeitalter des Fernsehens und der Massenkultur diese Begriffe doch hin und wieder ziemlich durcheinander. So wurde vor einigen Jahren in Heidelberg ein Werbeplakat für eine "Faschingskirmes" gesehen. Früher hätte der Berichterstatter gesagt, schlimmer gehts nimmer, aber da will er sich im Jahr 2011 nicht mehr festlegen.

Karneval ist nach wie vor der Begriff für die "fünfte Jahreszeit" in den Städten der rheinischen Feierkultur, dominiert von närrischen Saalschlachten und Rosenmontagsumzügen. Die Frage, ob "Helau" oder "Alaaf", mag von ähnlicher Bedeutung sein wie einstmals die Frage, ob Eier am oberen oder am unteren Ende aufgeschlagen werden.

Diese rheinische Karneval strahlt in andere Gegenden am Rhein und Unteren Neckar aus, wird dort allerdings mit einem eher süddeutschen Begriff belegt, mit dessen hochsprachlicher Form sich viele schwertun. Fasnacht klingt irgendwie unvollständig, also schiebt man ein t dazwischen und sagt Fastnacht. Ein sprachliches Wohlgefühl stellt sich allerdings da noch nicht ein, also greift man doch lieber zum Karneval.

Der Begriff selbst kommt aus dem romanischen, wo "carne levare" den fastenzeitlichen Abschied von der Fleischspeise bedeutet. So ging das Wort in alle romanischen Sprachen ein.

Über die Herkunft des Begriffs "Fas(t)nacht" kann auch der ansonsten ausführliche Wikipedia-Artikel keine letztgültige Auskunft geben, vor allem, warum statt des andernorts üblichen "Fastenabends" als Vortag der Fastenzeit in Süddeutschland eine "Fas(t)nacht" gebräuchlich wurde. Die Herleitung des Begriffs von der Fastenzeit ist aber durchaus schlüssig.

Das auslautende t der Vorsilbe Fast- verschwand allerdings in der Umgangssprache, übrig blieb die Fasnacht, die Fasnet und am Rhein und Unteren Neckar die Fassenacht. Im Alemannischen wird durch Umstellung der Lautung aus der Fasnet die Fasent.

Kann die Schwäbisch-alemannische Fasnet mit ihrem Mummenschanz noch als eine Verbindung von Heidentum, Narretei und herzhaftem Frohsinn gelten, gibts bei dem Mummenschanz der Basler Fasnacht nichts zu lachen. Die ist nach alter Tradition auch eine Woche später, wenn am Mittelrhein die gewaschenen Geldbeutel schon wieder trocken sind.

Aus anderer Sprachwurzel kommt der Fasching, der Fasten(aus)schank, der letzte Trunk vor der strengen Fastenzeit. Dieser Begriff ist ursprünglich ausschließlich in Franken, Bayern und Österreich üblich, wo diese Tage auch mit einem ganz anderen Charakter "gefeiert" wurden. In der Verzweiflung, keinen allgemeingültigen hochdeutschen Begriff zu haben, griff man auch andernorts darauf zurück, um der Karnevalszeit einen hochdeutsch scheinenden Namen zu geben.

Lassen wir also dem Mummenschanz seine jeweils eigenen Namen und versuchen wir nicht, hochdeutsch zu werden, wo hochdeutsche Begriffe nicht passen oder nur gestelzt klingen.

Mut zur Lücke?

Gehört - gesehen - gelesenPosted by Redaktion Sun, January 23, 2011 10:06:24
Beim Auf- und Wegräumen fiel mir die Ausgabe vom November 2009 der für Lehrer (m/w) und Lehrerinnen (w/m) bestimmten Zeitschrift "Geschichte lernen" aus dem Haus Westermann in die Hände. Thema: "Glaubensstreit und Glaubenskrieg". Ein wichtiges Thema, zweifellos, und nicht ohne einigermaßen brauchbare geografische Grundorientierung zu meistern.
Die Karte allerdings zeugt davon, dass man eben nicht unbedingt versuchen sollte, die territoriale Vielfalt des deutschen Reiches auf einem DIN A 4-Blatt wiederzugeben. Baden erstreckt sich nicht als geschlossenes Territorium von Bruchsal bis Emmendingen, und Württemberg ist nicht Nachbar der Eidgenossenschaft.



Territoriale Vielfalt und Strichzeichung, das ist und bleibt nun mal ein Widerspruch in sich selbst.


Eine gute Tat?

Gehört - gesehen - gelesenPosted by Redaktion Thu, January 06, 2011 00:52:35
Heute erhielt ich eine Mail.
Ich erhielt eine solche Mail schon im letzten Winter, und schon im letzten Winter hatte ich sie eigentlich nicht verstanden.

Liebe Freunde,

Mein Name ist Elena, ich bin 34 Jahre alt und ich schreibe Ihnen aus einer kleinen russischen Stadt.

Ich arbeite in einer Stadtbibliothek und nach meiner Arbeit es erlaubt, ist fu"r mich der Computer zu verwenden, wenn mo"glich.

Ich fand einige Adressen im Internet und ich haben beschlossen, die Ihnen gefallen.

Ich habe eine 9 ja"hrige Tochter, verlie? ihr Vater uns und wir leben mit meiner Mutter.
Ku"rzlich meine Mutter verloren ihre Arbeit wegen der tiefsten Krise in unserer Provinz,
und jetzt unsere Situation ist sehr schwierig.

Strom und Gas sind sehr teuer, und wir ko"nnen nicht la"nger leisten, unsere Heimat mit ihnen Wa"rme.

Wir haben Winter und die Tage werden immer ka"lter jeden Tag. Im Moment ist das Wetter minus 18 Grad Celsius!
Wir wissen nicht, was zu tun ist, und wir sind sehr a"ngstlich.
Der einzige Weg zu uns nach Hause Wa"rme wird an einen tragbaren Ofen zu verwenden, um mit brennenden Holz heizen. Wir haben Holz Einsparungen in unserem Schuppen und das Holz ist in der Lage, Wa"rme unser Zuhause den ganzen Winter ohne Kosten fu"r uns.

Leider ko"nnen wir nicht kaufen diesen tragbaren Ofen in unserem lokalen Markt, weil der Wert dieser Ofen ist 8150 Rubel, und fu"r uns (equival. von 196 EUR) sind sehr teuer.

Ich hoffe, mit meinem Herzen, dass es mo"glich ist, damit Sie unsere Familie zu helfen.
Wenn Sie irgendwelche alten tragbaren Holzofen haben und wenn Sie ihn nicht verwenden schon, wir werden Ihnen sehr dankbar, wenn Sie es fu"r uns spenden ko"nnen und Verkehr des Ofens zu uns (wir leben in 200 Kilometern. von Moskau entfernt).
Diese O"fen unterschiedlich sind, sind sie meist aus Gusseisen und wiegen etwa 100 kg.

Ich wu"nsche Ihnen ein frohes neues Jahr 2011! Ich wu"nsche, dass das neue Jahr bringt Ihnen hapiness und gute Gesundheit!

Elena.

P.S. Bitte beantworten Sie in englischer Sprache, da ich es in der Schule und studierte ich in der Lage, Sie zu verstehen. Ich u"bersetzte diesen Brief mit Hilfe von Computer-U"bersetzer und wenn Sie in deutscher Sprache zu beantworten, ich kann dich nicht verstehen. Vielen Dank.
Was ich nicht verstehe - warum betteln die Leute nicht einfach, wie alle anderen, um Geld? Wo liegt der Sinn darin, darum zu bitten, einen tragbaren Holzofen 200 km von Moskau weg zu schicken?

Sinnträchtige Anregungen nimmt wie immer die Redaktion entgegen

Als Bischof arbeiten?

Gehört - gesehen - gelesenPosted by Redaktion Thu, December 30, 2010 15:25:11
Anlässlich der Berufung von Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, in den Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden gab der SWR in seinen Rundfunk-Nachrichten einen ultrakurzen Rückblick auf seinen Werdegang. Marx, habe, so der SWR, vorher "als Bischof von Trier gearbeitet".

Nicht, dass ein Bischof keine Arbeit hätte, aber nach den Regeln der christlichen Kultur und der deutschen Sprache arbeitet man nicht als Bischof, sondern man IST es.

Rechtschreibung

Gehört - gesehen - gelesenPosted by Redaktion Sat, December 25, 2010 16:03:16
Der Rat für Deutsche Rechtschreibung empfiehlt, die Schreibung folgender Wörter wieder zu streichen:
Butike
Fassette
Kabrio
Katarr
Krem/Kreme
Kupee
Maffia
Maläse
Mohär
Myrre
Scharm (inkl. scharmant)
Schikoree
Schose
Sketsch
Sutane
transchieren

Empfehlung des Rats, Dezember 2010

Der Berichterstatter lehnt sich genüsslich zurück und kann sich ein Grinsen nicht verkneifen - hat er doch die ganze Zeit über die "neue" Rechtschreibung wohlwissend ignoriert.
Offen bleibt allerdings die Frage, welche erbärmlich verirrte Haltung dahinter steht, solche kruden Schreibungen überhaupt vorzuschlagen.

wird Zeit

Gehört - gesehen - gelesenPosted by Redaktion Wed, December 22, 2010 23:21:20
Es wird wieder einmal Zeit, hier weiterzuschreiben.

"Leisten Sie einen Beitrag zum Erhalt unseres Kulturerbes!

Die bayerischen Schlösser, Burgen, Residenzen, Künstlerhäuser und Gärten sind die Perlen dieses Landes. Helfen Sie uns, Bayerns kulturelles Erbe zu erhalten!"

So nachzulesen im Neujahrsbrief der bayerischen Schlösserverwaltung, der mich dieser Tage erreichte. Ja, liebe Bayern, Landeskunde online hat sich ja gerade diesem Ziel verschrieben, und wir setzen auch ziemlich viel Energie da hinein.

Aber was ist, wenn wir uns erlauben, ein Kulturdenkmal aus dem Freistaat in unserem Projekt vorzustellen? "Nehmen Sie das Bild heraus, dazu sind Sie nicht autorisiert!" - "Nein, Sie dürfen in den Innenräumen keine Bilder machen!" - "Selbstverständlich dürfen Sie unser Bildmaterial nutzen, das macht dann 70 € pro Bild!"

So wird das nix, da verweisen wir doch gerne auf die ganz hervorragende Zusammenarbeit mit allen Ebenen der Kulturgutverwaltung in Baden-Württemberg. Da bleibt Bayern irgendwie ein ziemlich weißer Fleck in Landeskunde online.


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