Der Landeskunde-Blog

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aus 100 Jahren Badischer Heimat.

Eli

Mädelsparty in HeidelbergPosted by Redaktion Thu, January 09, 2014 10:09:59

Eli ist 16 Jahre alt und kommt aus Nürnberg an den Neckar. Sie sagt von sich selbst, sie sei fränkisch-bodenständig, was sie aber nicht daran hindert, auch ausgelassen zu feiern. In ihrem Elternhaus kam sie immer wieder mit Gästen aus Italien in Kontakt, was sie einige Brocken Italienisch sprechen und verstehen lässt. Verantwortung zu übernehmen ist ihr nicht fremd, und so steigt sie in die Neustadter Filiale des Familienbetriebs als Teilhaberin ein. Eines Tages wird sie in die Zentrale nach Heidelberg überwechseln – hofft sie.
Eli auf der Terrasse hinter dem Ruprechtsbau

Sie liest gerne historische Romane, interessiert sich für die romantischen Seiten der Geschichte und pflegt einen sachlichen, aber durchaus femininen Kleidungsstil. Kochen hat sie bei ihrer Tante gelernt und hält ihre Rebhuhnbrüstchen für unübertroffen. Den Haushalt führt sie mit links.

Heidelberg kannte sie bisher nur aus Erzählungen, findet die Stadt am Neckar aber sehr hübsch. Zumindest überschaubarer als Nürnberg.

Ach ja, und sie freut sich auf die Mädelsparty im Heidelberger Schloss. Maggie ist schon da, die anderen kommen noch.

Bilder: © Daniel Ernst - Fotolia.com





Maggie

Mädelsparty in HeidelbergPosted by Redaktion Wed, January 08, 2014 10:48:49

Maggie heißt eigentlich Margarita, ist 19 und kommt aus dem sonnigen Süden. Sie ist Sizilianerin aus Palermo, spricht aber besser spanisch als italienisch. Das kommt, weil ihre Familie eigentlich aus Spanien stammt. Allerdings liebt sie die Dolci aus Palermo, diese unglaublichen süßen Gebäckteilchen mit dem Geschmack nach Mandeln. Palermo ist für sie die schönste Stadt der Welt und was sie an der Stadt besonders liebt, ist die Offenheit der Kultur. Araber, Griechen, Juden, Sizilianer – ein wahres Völkergemisch. Sie hat sich sagen lassen, das sei schon zu Zeiten ihrer Ur-Ur-Großeltern so gewesen.

Als sie hörte, dass sie nach Deutschland sollte, war sie zunächst nicht begeistert, aber es ist die Heimat ihrer Vorfahren – das ist aber schon so lange her, dass sie es schon fast gar nicht mehr für wahr hält. Deutsch hat sie erst lernen müssen, aber da ihre Freundinnen französisch sprechen, klappt die Verständigung schon ganz gut.

Angefangen hat sie als PR-Beraterin einer kleinen Firma. Inzwischen fühlt sie sich wohl in Deutschland, lebt als Managerin eben derselben kleinen Firma in einem Einfamilienhaus in der Nähe von Neustadt. Wenn im Frühjahr die Mandeln blühen, fühlt sie sich fast wie zuhause im schönen Sizilien. Was sie nach wie vor in Deutschland vermisst, ist das köstliche schiacciata, das es in den Garküchen in der Altstadt von Palermo gibt: Dünnes Fladenbrot, mit einer Paste aus Oliven und Kräutern bestrichen, Büffelkäse drauf und kurz in den Backofen. Köstlich. Vielleicht wird sie einen Bäcker in Neustadt einmal beauftragen, das zu backen.

Bild: Maggie vor dem Dom in Palermo. © Marcel Kalwa - Fotolia.com



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